Allerlei Zeitdokumente 1899-1940
Geschäftspost Reinhold Wildenhof und Nachfolger Alfred Grabmann, Eisenhandel
Versicherungen von Postfacharbeiterinnen über ihre arische Abstammung














Am 14. März 1899 bestellte Eisenwarenhändler Reinhold Wildenhof (vorm. G. Schalm) bei der Firma Gebrüder Baumann in Amberg ein ovales emailliertes Türschild auf den Namen Bieske. Bieske war der Name eines bekannten Kotzenauer Zahnarztes. Vermutlich wurde das Türschild für den älteren Bruder Roman Bieske bestellt, der ein Jahr zuvor geheiratet hatte.

Was wissen wir über die Eisenhandlung Wildenhof später Grabmann, deren Geschäftspost hin und wieder bei Ebay versteigert wird? Wir sehen die schreckliche Abschiedsfloskel auf den Bestellungen, wundern uns ein bisschen, warum so perfekt gestaltete Postkarten durch einen so unterwürfigen Gruß verunstaltet wurden... weil wir uns in die Zwänge eines diktatorischen Regimes nicht hineinversetzen können. Für Illusionen und Anpassung sind die Lübener mit dem Verlust ihrer Heimat hart bestraft worden. Diese Dokumente sollen an ihre positiven Leistungen erinnern. Dank Marcin Owczarek aus Lubin für eine Postkarte und dem Lübener Heimatblatt für die folgenden biografischen Angaben, die zwischen 1956 und 1969 veröffentlicht wurden.

Eisenwarenhandlung Reinhold Wildenhof Breite Str. 2/3, gegründet 1881.

Eisenwarenhandlung Reinhold Wildenhof um 1905 nach dem Bau des Amtsgerichts gegenüber

Hier ein Buch von Sattlermeister Wilhelm Schöttler (Falkenrehde), an
dessen Nachfolger die Bestellungen von A. Grabmann gerichtet sind.