Park an der Stadtmauer
Der Pfeffergraben














Partie an der Stadtmauer

Die Treppe rechts verband den Stadtpark und einen Durchgang zum Ring, der auf dem alten Stadtplan von 1715 unter der Bezeichnung Judenstraße eingetragen ist. Dieser Name taucht später nicht mehr auf. Auch auf dem Stadtplan von 1930 wird er nicht mehr aufgeführt. Die Straße hatte in ihrer Verlängerung bis zur Evangelischen Kirche keinen eigenen Namen mehr.

Diese Partie vor der Stadtmauer war durch Stadtgärtner Hermann Marx in die Gestaltung des Stadtparks einbezogen worden. Die beiden unteren Bilder zeigen die Treppe - von beiden Seiten - einige Jahre später. Ganz in der Nähe der Treppe befand sich ein kleiner Gedenkstein für Walther von der Vogelweide.

Nach Informationen aus Fritz Peschels Nachlass führte die Treppe zum christlichen Vereinshaus in der Schloßstr. 11, auch Eben-Ezer-Kirche genannt. Diese Gemeinschaftsbewegung innerhalb der Evangelischen Landeskirche war in Lüben von den Pastoren Kurt Regehly und Konrad Klose gegründet worden. Sie widmete sich der Verbreitung christlicher Lektüre (ca. 1200 Pfennigblätter, Predigten usw. pro Woche), der Arbeit mit Gefährdeten (Blau-Kreuz-Verein seit 25. September 1897, dem Zufluchtsheim Pella für Alkoholiker in Guhlau 1902 bis 1918), der Arbeit mit der Jugend im Jugendbund für entschiedenes Christentum seit 20.11.1895 und den Problemen der Weiß-Kreuz-Gruppe). Konrad Klose beschreibt in seiner Chronik Erfolge und Problematik dieser christlichen Gemeinschaft.

Brief an Pastor Kurt Regehly aus dem Jahr 1894

Treppe zwischen Park und Ring Treppe zwischen Park und Ring