Faulhaberstraße - Otto Faulhaber (1866-1919)
Spritzenhaus der Feuerwehr














Faulhaberstraße

Blick in die Faulhaberstraße von der Bahnhofstraße aus gesehen.

Faulhaberstraße

In der Faulhaberstraße befand sich seit 1919 das neue Bürgermeisterhaus, das 1934 Internat des Gymnasiums wurde.

Vom Umzug in dieses Haus berichtet der Sohn des Bürgermeisters Hugo Feige, Konrad Feige in seinen Erinnerungen.
Das alte Bürgermeisterhaus, in dem noch Otto Faulhaber residiert hatte, befand sich in der Steinauer Str. 57.

Neue Häuser in der Faulhaberstraße. Dank an Tomasz Mastalski!

Faulhaberstraße

Blick in die Faulhaberstraße von der Hann-von-Weyern-Straße aus gesehen

Häuser der Faulhaberstraße

Häuser in der Faulhaberstraße mit einem Dank an Tomasz Mastalski
Otto Faulhaber, geboren im Jahr 1866, am 22. Dezember 1898 zum Lübener Bürgermeister gewählt und am 6. Februar 1899 in sein Amt eingeführt, hat eine großzügige Kommunalpolitik eröffnet, welche die Stadt zu einer Entwicklung führte, die die kühnsten Erwartungen übertraf.

Konrad Kloses Chronik informiert ab Seite 275 ausführlich über Faulhabers Verdienste beim Bau der Provinzial-Heil-und-Pflegeanstalt, beim Ankauf von Altstädter Besitz und Rittergütern der Umgebung als Forstbesitz, das neue Oberförsterei-Dienstgebäude, Besitzerwerb im Stadtinnern zur Erweiterung von Promenaden und Straßenverbreiterung, Ankauf der Häuser vor dem Glogauer Tor (1899) für das Amtsgericht und die Promenaden, Erwerb des Stadtgartens (1903) und mehrerer anderer Grundstücke.

Er ließ das Einfamilienhaus für Offiziere auf der Bahnhofstraße bauen (1910) u.a., Ausbau der Stadtziegelei, der Gasanstalt, des Wasserwerkes, Entwässerungsanlagen, Regulierung der Kalten Bache.

Hervorragende Verdienste erwarb Faulhaber auch auf dem Gebiet des Schulwesens: 1907 Beschluss zur Errichtung des Realprogymnasiums, des Direktorgebäudes, des Alumnats, Übernahme der bis dato privaten Töchterschule 1910, Neubau der Volksschule 1909. Schillerpark 1905, Rosengarten 1911. Bau der neuen Straße 1911 und Benennung zur Faulhaberstraße am 17. November 1911. Vom 1.3. bis 30.9.1916 kaiserlicher 1. Bürgermeister von Pultusk, Russ.-Polen; 11.2.-28.6.1917 kaiserlicher Bürgermeister von Zdunska-Wola, Russ.-Polen; gestorben am 24.3.1919.

Quelle: Konrad Kloses Chronik der Stadt Lüben, S. 275 ff.

Mitteilung im Lähner Anzeiger vom 29.3.1919, S. 6

Mitteilung im Lähner Anzeiger vom 29.3.1919, S. 6


Hier etwas über die Geschichte des Hauses Nr. 4!

Ausschnitt aus dem alten Stadtplan Faulhaberstraße

Ausschnitt aus dem alten Stadtplan. Das Internat war früher das "Bürgermeisterhaus". Schräg gegenüber die Nr. 4, gebaut 1912 von Rechtsanwalt und Notar Wilhelm Kuhn.

Faulhaberstraße 4

Faulhaberstraße 4 - Gebaut 1912 von Rechtsanwalt Kuhn,
seit 1928 bewohnt von Dragoneroffizier Albrecht Graf von Sauerma,
1937 umgebaut von Fleischermeister Otto Hoffmann.

Rechts neben dem

Rechts neben dem "Hexenhäuschen" das Haus mit dem ockerfarbenen Dach war die Nr. 4, das Heim der Familie Kuhn.

Das Haus heute

Hundert Jahre später erstrahlt das Haus in neuem Glanz. Die Straße heißt jetzt ul. Henryka Sienkiewicza und das Haus hat die Nr. 5.

Die heutige Besitzerin des Hauses Barbara Skórzewska sandte mir im Jahr 2015 zwei Dokumente über den Neubau 1912 durch Wilhelm Kuhn und über den Umbau 1937 durch Otto Hoffmann.

Lüben i. Schles., den 7. Juni 1912 nebst 4 Anlagen
An Herrn Stadtbaumeister Hier
Zur Prüfung an die Polizei-Verwaltung (Unterschrift: Faulhaber)
An die Baupolizeit Hier
Unterzeichneter beabsichtigt, auf seinem Grundstück Lüben Faulhaberstraße N 4 ein Einfamilienwohnhaus zu errichten und bittet um Erteilung der Bauerlaubnis hierzu. Zur Einsichtnahme füge ich 2 Blatt Zeichnungen nebst statischer Berechnung ergebenst bei. Die 25 cm tragenden Wände im Innern des Gebäudes werden in Zementmörtel gemauert.
Ergebenst Kuhn Rechtsanwalt und Notar


Es folgt die Baubeschreibung über bauliche Veränderung im Wohnhaus Faulhaberstr. Nr. 4 für Herrn Otto Hoffmann Lüben vom 20. März 1937. Geprüft von Stadtbaumeister Keller. Daneben Foto und Lebensgeschichte des Otto Hoffmann aus dem Lübener Heimatblatt 6/1961.

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