Dragoner in Lüben
Zur Geschichte der Lübener Dragoner














Wachhabender Dragoner vor Schilderhaus in Lüben Auf einigen Abbildungen sind auch die Schilderhäuschen zu sehen, die den wachhabenden Dragonern als Unterstand dienten.

Nebenstehendes Bild wurde von Fritz Härttwig fotografiert. Der Lubiner Piotr K. erkannte, wo die Aufnahme gemacht worden ist! Am Wachhäuschen in der Haynauer Straße zwischen Alumnat und Vorwerkstraße! Herzlichen Dank für die Mitteilung!

Unbekannt ist, wer dort gewohnt hat.
Es wird wohl eine "hochgestellte Persönlichkeit" aus dem Militär gewesen sein.

Auch das Wohnhaus des Regimentskommandeurs in der Bahnhofstraße Ecke Hann-von-Weyhern-Straße wurde so bewacht, ebenso das Hotel Grüner Baum, wenn dort Persönlichkeiten aus Politik und Militär abgestiegen waren.

Es folgen einige Bildausschnitte mit Verweisen zu den entsprechenden Seiten, auf denen die Schilderhäuschen in Lüben recht gut zu sehen sind. (Es gab sie bis zuletzt natürlich auch vor der Kaserne.)
Schilderhäuschen in der Haynauer Straße zwischen Alumnat und Ecke Vorwerkstraße

Schilderhäuschen Haynauer Straße zwischen Alumnat und Vorwerkstraße

Schilderhäuschen vor dem Haus des Regimentskommandeurs in der Bahnhofstraße Ecke Hann-von-Weyhern-Straße

Schilderhäuschen vor dem Haus des Regimentskommandeurs in der Bahnhofstraße Ecke Hann-von-Weyhern-Straße

Schilderhäuschen vor dem Hotel Grüner Baum

Schilderhäuschen vor dem
Hotel Grüner Baum


Kantine des Dragoner-Regiments von Bredow im Jahr 1901

Kantine des Dragoner-Regiments von Bredow im Jahr 1901
Der Zivilist rechts ist - dem Aussehen nach - wohl Fotograf Fritz Härttwig.

Gruppenbild der Dragoner um 1910

Lübener Dragoner
oben von links: Köhler, Hergt, Gierke, Haude, Nerlich. 2. Reihe: Opitz, Becker, Grohmatczik, Rothe, Gärtich, Amandus Gruhn. 3. Reihe, sitzend: Franke, Schnabel, Sucker, Fahnenschmied Schamler, Regel, Rieschke, Lattke.
(Stehend Gefreite, sitzend Unteroffiziere und Sergeanten!)

Zur Erinnerung
an die Beförderung
der 3. Eskadron.
Lüben, im Oktober 1909.

Von oben nach unten,
von links nach rechts:

Hübner, Gebel

Hornig, Fiebig,
Schammler, Thiem,
Scheuermann, Scheibel

Willy Ueberück (siehe Gästebuch-Eintrag vom 26.7.2015 von Anja W.) , Wunsch, Schwabe,
Pracel, Adam.


Wenige Jahre später mit einigen der oben gezeigten Dragoner:
obere Reihe von links: Weise, Wunsch, Herbrich, Scholz II, Thiem, Gärtner, Stemmler
Mitte: Adam, Gebel, Exner, Kretschmer, Haase, Lange II, Wallisch, Abramowitsch, Willy Ueberück
unten: Brandner, Hüttner, Unteroffzier Franke, Sergeant Klemenz, Unteroffzier Gruhn, Scholtz II, Pritzel


Zur Erinnerung an die Feldbäckerei Lüben, am 12. September des Kriegsjahres 1914


Dragoner-Hochzeit 1915

Dragoner Fritz Jahn 1915

Hochzeit eines unbekannten Lübener Dragoners
und seiner Braut im Jahr 1915


Der junge Dragoner auf dem Foto rechts hat auf die Rückseite in krakliger Kinderschrift geschrieben:

Lüben, den 12.1.1915
Lieber Bruder und Schwägerin - Ich schicke euch eine Karte mit meiner Wenigkeit darauf, sie ist ein bisschen schlecht getroffen, aber für den Preis sind sie gut, 7 Stück 1 Mark. Der Degen und Mütze ist mein. Gruss an alle Fritz Jahn

Rückseite Foto Fritz Jahn 1915


I. Ers. Eskadron Ulanen-Regiment Nr. 7 in Lüben in Schlesien im Januar 1915


Gruppenbild der Dragoner mit Obermusikmeister August Pohlmann um 1910

Am Tisch sitzt Obermusikmeister Pohlmann, neben ihm, in Schwarz gekleidet, seine Gattin. August Pohlmann kam 1885 zum Regiment. Fast 30 Jahre leitete er das Trompeterkorps, dem er als schneidiger Reiter voranritt. Seine musikalischen Fähigkeiten ließen seinen Namen in die Regimentsgeschichte eingehen, ihn aber auch bei den Lübenern unvergessen sein. Als über 6Ojähriger zog er mit seinem Regiment in den Ersten Weltkrieg. In die Garnison zurückversetzt, ereilte ihn hier sein Schicksal. Am 29. Juli 1916 wurde er auf dem Exerzierplatz von einem Pferde schwer verletzt. Daran verstarb er im Alter von 68 Jahren. 1917 wurde ihm auf dem Lübener Friedhof ein Denkmal gesetzt.

Dragoner ziehen am 6.6.1916 mit klingendem Spiel in den Krieg

Die Dragonerkapelle mit Obermusikmeister August Pohlmann führt am 6. Juni 1916 Nachschub an Dragonern und Ulanen zum Bahnhof, von wo aus es in den Krieg geht. Foto aus der Familienchronik Stiller. Wolfhart Stiller teilte im Jahr 2015 zu diesem Foto mit, dass sein Vater Willi Stiller (1887-1948) in der Kaserne in Lüben war, nicht als Dragoner, sondern als Ulan. Die Ulanen waren von Militsch nach Lüben versetzt worden und teilten sich zeitweise die Kaserne. Zu diesem Foto hat Willi Stiller vermerkt „Ausmarsch ins Feld, 6.6.1916.“ Der Pfeil zeigt auf ihn, den Soldaten, der von den Lübenern mit Blumen verabschiedet worden ist.

Dragonerkapelle in der Kasernenstraße

Die Dragonerkapelle in der Kasernenstraße. Links Schmiedewerkstatt Hübeler, rechts "Gasthaus zur Hoffnung", dazwischen wirbt Ernst Peschel für seinen Fuhrwerksbetrieb.


Beisetzungsfeierlichkeiten für Obermusikmeister August Pohlmann im Juli/August 1916 in Lüben. Breite Straße, links die Eisenwarenhandlung Reinhold Wildenhof, rechts das Amtsgericht, in der Mitte im Hintergrund der Rathausturm.

Feierlicher Abschied von August Pohlmann auf dem Ring

Trauerzug mit sechsspännigen Leichenwagen

Dragonerparade auf dem Ring

Dragonerparade auf dem Ring vor den Läden von Maywald, Griesohn, Glatzel und Klust.
Rechts der ehemalige Dragoner und spätere Polizeikommissar Otto Kressin.


Mehr über die Dragoner-Aufmärsche, Reithalle, Kleine Kaserne, Bredow-Denkmal, in Klose-Chronik, Geschichte, Dragoner 1872/73, Jubiläum 1899, Dragoner-Nachrichtenblatt 1926-1932